Darmspiegelung

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist eine risikoarme und sichere Untersuchung Ihres Dickdarmes unter Verwendung modernster Medizintechnik. Hierbei können zuverlässig krankhafte Veränderungen entdeckt werden und ggf. vorhandene bösartige Polypen (Adenome) im Rahmen dieser Untersuchung gleich mit entfernt.

Gründe für eine Darmspiegelung

Eine Darmspiegelung empfiehlt sich u. a. bei Entleerungsstörungen, Veränderung / Verhärtung des Stuhlganges , unklaren Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder beim Stuhlgang, Durchfall (Diarrhoe), Blähungen (Meteorismus), Darmentzündung (Colitis), Ausbuchtungen des Darmes (Divertikulitis) und zur Darmkrebsvorsorge.

Wie lange dauert die Darmspiegelung und was muss ich beachten?

Die Darmspiegelung an sich dauert 15 - 20 Minuten, zusätzliche Maßnahmen führen zu einer längeren Untersuchungsdauer. Hierzu werden Sie in der Regel in einen leichten Schlafzustand versetzt (Sedierung), die in keinster Weise gefährlich ist. Die meisten Patienten sind beim Aufwachen überrascht, dass die Untersuchung bereits beendet ist.  Zuvor erhalten Sie eine eingehende Beratung und anschließend ein Auswertungsgespräch. Am Tag der Untersuchung dürfen Sie aus Sicherheitsgründen nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen (Abholung oder öffentliche Verkehrsmittel).

Vorbereitung auf die Darmspiegelung

In den letzten 24 Stunden vor der Untersuchung dürfen Sie keine feste Nahrung zu sich nehmen. Alle Getränke sind erlaubt, mit Ausnahme von alkoholischen, stark gefärbten und fruchtfleischhaltigen Getränken. Zudem ist eine bestimmte, abführende Flüssigkeit zu trinken (2 x 250 ml). Diese wirkt darmreinigend und erlaubt uns eine sichere Untersuchung. Weitere Details werden Ihnen von unseren freundlichen Mitarbeiterinnen in Ruhe erklärt.

Stuhltest als sinnvolle Alternative?

Stuhltests sind Screeningtests, welche  Blut oder ein bestimmtes Eiweiß (Pyruvatkinase) nachweisen.  Ein solcher Test bietet keine Gewähr dafür, ob  Adenome oder Darmkrebs vorliegen. Bei positiven Tests sollte dringend eine Koloskopie erfolgen. Screeningtests sind eingeführt worden, um breitere Bevölkerungsschichten einer Vorsorge zuzuführen, da es lange nicht genug Kapazitäten gibt für eine flächendeckende Koloskopieversorgung. Bei der Koloskopie geht es gerade darum, vorhandene Adenome  im noch gutartigen Stadium zu entfernen.

Alternative Untersuchungsverfahren?

CT-Kolonografie

Bei dieser Untersuchung wird der Dickdarm durch eine Computertomografie dargestellt. Diese Untersuchung ist mit einer nicht unerheblichen Strahlenbelastung verbunden. Es erfolgt - identisch wie vor der Darmspiegelung - ebenfalls eine komplette Darmreinigung / Darmspülung; auch wird der Darm vor der Untersuchung mit Luft gefüllt, so dass sich hierbei keine Vorteile im Vorfeld der CT-Untersuchung ergeben.

Entsteht bei dieser Untersuchung der Verdacht, dass Polypen vorliegen, ist eine Darmspiegelung ohnehin notwendig.  Da die Vorbereitungsmaßnahmen gleich sind, bei der Darmspiegelung aber keinerlei Strahlenbelastung auftritt, empfehlen wir diese Röntgenuntersuchung nur in speziellen Ausnahmefällen.

Kapselendoskopie

Bei der Kapselendoskopie wird eine sehr kleine Kamera, welche in eine transparente Kapsel wasserdicht eingebracht ist, heruntergeschluckt. Diese wandert dann auf „natürlichem Weg“ durch den Darmtrakt und liefert eine Vielzahl von Bildern, welche im Nachhinein von Spezialisten ausgewertet werden muss. Auch hierfür muss zwingend eine Darmspülung durchgeführt werden um verwertbares Bildmaterial zu erhalten. Bei einem „verdächtigen Befund“ ist wieder eine Darmspiegelung durchzuführen, da nur hier therapeutische Maßnahmen erfolgen können. Zudem gib es Vorerkrankungen des Darmes, bei denen diese Kapsel gefährliche Komplikationen hervorrufen kann (z. B. jede Art von Divertikeln). Auch diese Untersuchung empfehlen wir nur in Ausnahmefällen.

Entstehen für die Darmspiegelung Kosten?

Nein. Die Kosten einer solchen (kurativen) Darmspiegelung werden von allen Krankenkassen (gesetzlich oder privat) altersunabhängig übernommen.